Hersteller Badarmaturen

Badarmaturenhersteller

Durch den Bauboom und die gute Konjunkturlage wird das Geschäft des Badarmaturenherstellers Grohe in Deutschland angekurbelt. Badezimmerarmaturen für Waschbecken, Badewannen, Duschen und Bidets sind ein Muss in jedem Bad. Badarmaturenhersteller Große nutzt Bau-Boom Die Baukonjunktur und die gute Wirtschaftslage beflügeln die Geschäfte des Badarmaturenherstellers in Deutschland. âDer Bau- und Sanierungsboom macht sich auch bei der Firma Grohe bemerkbarâ, sagte Firmenchef Michael Rauterkus der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX. Im Dreivierteljahr des aktuellen Geschäftsjahres (Ende März) erzielte er einen Umsatz von 965 Mio.

EUR, ein Plus von sieben Prozentpunkten.

Die Firma, die ihre Wasserhähne und Duschen in rund 150 Ländern vertreibt, ist in ihrem Heimmarkt stärker aufgestiegen. Nach Angaben der VDS ( "Vereinigung Deutscher Sanitärwirtschaft") stieg der weltweite Konzernumsatz im Jahr 2015 um 11 Prozent auf 2,9 Mrd. EURO, wovon womöglich  Hälfte in Deutschland entwickelt wurde. In Deutschland hat die Firma seit der Finanzmarktkrise 2008 ihren Anteil an Wasserhähnen und Duschen von 15 auf 20 Prozent erhöht.

Doch auch der Online-Handel wird bei für zunehmend an Bedeutung gewinnen, so Rauterkus. Erst 2016 betrat er das Geschäft mit Duschtoiletten und profitierte dabei vor allem von der Japaner-Muttergesellschaft Lixil als Keramikproduzent. Seit neuestem vertreibt die Firma auch eigene Keramiken. Bisher konnte man bei der Firma nur Duschen, Bäder- und Küchenarmaturen, erwerben, aber die Forderung nach einer Lösung aus einer Hand ist klar", so der damalige Unternehmens-Chef.

Der 1911 gegründete Betrieb gehört mit seinen rund 6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 2500 in Deutschland, seit drei Jahren zum japanischen Baustoffunternehmen Lixil. Die Firma ist in Hemer, Porta Westfalia und im Schwarzwald in Berlin ansässig.

Badarmaturen-Hersteller verkauft: Japan zahlt drei Mrd. für Gröhe

Das ist die groesste je von einem Japaner in Deutschland durchgefuehrte Beteiligung, sagte er. Gemeinsam erwirtschaften die beiden Gesellschaften einen Umsatz von mehr als vier Mrd. EUR im Sanitärbereich. "Das wird das grösste Industrieunternehmen schaffen." Damit sollte auch der von ihm besprochene Börsegang vom Tisch sein.

Der Vorbesitzer, die beiden Geldgeber TPG Capital und Credit Suisse, verfolgten kürzlich eine Doppelstrategie und schlossen einen Börsengang nicht aus. Nach Angaben der japanischen Finanzkreise hatten sie beispielsweise schon seit einiger Zeit rund drei Mrd. EUR angeboten, doch die Besitzer hatten sich zunächst bis zu vier Mrd. EUR erhofft. Die Veräußerung an einen Konkurrenten hat für den Finanzinvestor den Reiz, das Geschäft auf einen Streich zu verkaufen.

Im Rahmen eines Börsengangs würden TPG und das Private Equity-Geschäft der Credit Suisse nur einen Teil ihrer Aktien abstoßen. Sie hätten damit das Wagnis eingehen müssen, lange auf einen günstigen Verkauf stermin zu warten. 3. Im Jahr 2004 zahlten TPG und Credit Suisse 1,5 Mrd. EUR für das Unter-nehmen.

Ihr Sparkurs bei der Firma Gröhe löste kurz darauf die von Franz Müntefering ausgelöste "Heuschreckendebatte" über die Bedeutung der Geldgeber in der heimischen Volkswirtschaft aus. Aber auch heute zählt er zu den besten Beispielen für eine erfolgreiche Restrukturierung des Konzerns unter der Leitung von Geldgebern.

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